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Neue Tagesmütter für Usingen

USINGEN - (dha). „Glücklich und froh“ zeigten sich Bürgermeister Steffen Wernard (CDU), Erster Stadtrat Dieter Fritz (CDU) und Amtsleiter Reiner Greve, neue Partner für den Kinderbetreuungsservice gefunden zu haben. Und das sind Sylvia Wiegand, Nadine Eißner und Neyla Tock sowie Sonja Raabe, die entschuldigt fehlte. Die drei jungen Frauen unterzeichneten die von Beate Kleemann, der Leiterin des Kinderbetreuungsservice, vorbereiteten Verträge.

Nun können sie ihre Arbeit als Tagesmutter aufnehmen. Gerade der Betreuungsbedarf bei den Einjährigen werde steigen, da in den Kindertagesstätten erst Kleinkinder im Alter von 18 Monaten aufgenommen werden, so Greve. Neun Tagesmütter stehen derzeit unter Vertrag, bei einem Pool von zehn Förderplätzen. Es sei ein bisschen teurer, die Kinder in die Hände einer Tagesmutter zu geben. Die Tagesmutter werde mit 180 bis 280 Euro im Monat gefördert. So gesehen koste ein Betreuungsplatz etwa 100 Euro mehr im Monat als ein Platz in einer Kindertagesstätte.

Früher sei es in der Tat ein Luxusangebot gewesen, das Kind auch nach erreichten 18 Monaten bei der Tagesmutter zu lassen. Aber die damals offene Schere gehe langsam zu, erläutert Beate Kleemann. Das heißt, durch die Fördermittel ist es längst nicht mehr so teuer, das Kind in die Obhut einer Tagesmutter zu geben. 27,5 Betreuungsstunden pro Woche seien das Minimum. „Aber viele Tagesmütter sehen ihre Tätigkeit als echten Beruf und wollen die 40-Stunden-Woche auch leisten”, sagt Kleemann.

Erfreulich auch, dass inzwischen die Kindertagesstätten mit den Tagesmüttern gut kooperieren. Das Konkurrenzdenken früherer Tage sei vorbei. Die Übergänge von der Tagesmutter in die Kindertagesstätte verliefen heute reibungslos. In der Regel bleibt ein Kind ein Jahr bei der Tagesmutter, sofern die Chemie stimmt. Es kann schon mal vorkommen, dass es Differenzen zwischen Tagesmutter und Eltern gibt, dann muss man die Zusammenarbeit beenden, sagt Greve. Es kann auch sein, dass einer Tagesmutter zwei Babys zu viel sind, und sie lieber ein Baby und ein Kleinkind betreuen möchte. So gesehen ist das kein starres Produkt, ergänzt Kleemann. „Bislang haben wir aber immer eine Lösung gefunden“, versichert Greve zum Schluss.

Der Kinderbetreuungsservice ist in der Albert-Franke-Straße 6 dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr und mittwochs von 18 bis 19 Uhr geöffnet. Kontakt über die Telefonnummer 06081/4460635.

Datum: 19.05.2017
Autor: Dieter Hammerschmied
Quelle: Usinger Anzeiger
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